Preis für Kreuzkrötenforschung

Kann die bedrohte Kreuzkröte (Epidalea calamita) in landwirtschaftlich stark genutzten Regionen in der Schweiz überleben? Für ihre Forschungsarbeiten dazu haben die Studierenden Manuel Frei von der ETH Zürich und der WSL sowie Esther Schweizer von der Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften (ZHAW) den mit 5000 Franken dotierten Hintermann & Weber-Forschungspreis erhalten.

Manuel Frei hat im Rahmen seiner Masterarbeit die Populationsstruktur und die räumliche Vernetzung der Laichgewässer mit landschaftsgenetischen Methoden erforscht. Dabei zeigte sich, dass die Krötenpopulation des oberen Suhrentals genetisch gut durchmischt und keines der 11 Vorkommen genetisch isoliert ist.

Manuel Frei wies zudem nach, dass die Kröten zwischen einzelnen Beständen über weite Strecken wandern und dabei sowohl Strassen als auch die kanalisierte Suhre überqueren. Das Fazit: Auch intensive Landwirtschaft hält die Tiere nicht vom Wandern ab, weshalb Fördermassnahmen auch im Agrarland als sinnvoll erachtet werden können.

 

Originalarbeiten:

Frei, M. (2014). Landscape-genetic analysis of Natterjack toad (Epidalea calamita) populations in the Suhre valley (Switzerland). ETH Zürich und WSL (Betreuung: J. Bolliger, F. Gugerli).

Schweizer, E. (2014). Raumnutzung der Kreuzkröte (Bufo calamita) im Ackerbaugebiet. Bachelor Thesis, University of Applied Science Zürich, Zürich (Betreuung: P. Wiedemeier, B. Schmidt, R. Graf).

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