Wie reagieren die Organismen in der Rhone auf den Schwallbetrieb und wie würden sie auf eine Verbesserung der Abflussverhältnisse reagieren? |
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In der Rhone nimmt der Schwalleinfluss zwischen Brig und der Mündung in den Lac Léman stufenweise zu. Mehr oder weniger parallel dazu verändern sich auch verschiedene, auf die Lebensgemeinschaft in und am Fluss bezogene (biotische) Indikatoren für die ökologische Integrität bzw. Qualität der Rhone. Beispiele dafür sind etwa gewisse Indikatoren für die Häufigkeit (Abundanz), die Menge (Biomasse), die Vielfalt (Taxazahl) und die Zusammensetzung (Anteile einzelner Gruppen) des Makrozoobenthos (Abbildung 1). Die Veränderungen der biotischen Indikatoren und des Schwalleinflusses verlaufen aber in der Regel nicht so schön parallel, dass der Schwallbetrieb als alleinige oder als wichtigste Ursache festzumachen wäre. Es gibt vielmehr eine ganze Reihe von weiteren Einflussfaktoren, welche die Auswirkungen des Schwallbetriebes modifizieren oder gar überdecken können. Im Zuge von zwei grossen Rhone-Korrektionen zwischen 1860 und 1960 hat sich das ehemals grosse Angebot an unterschiedlichen Lebensräumen (Habitatvielfalt) im Hauptbett und den Seitengewässern stark vermindert. Mit dem forcierten Bau von schwallerzeugenden Speicherkraftwerken zwischen 1950 und 1970 ist zusätzlich auch noch stark in die Wasserführung und die eng damit verbundenen Strömungsverhältnisse eingegriffen worden. |
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